Lotteriefonds

Beitragsbedingungen

Allgemeine Beitragsvoraussetzungen

Beiträge aus dem Lotteriefonds sind nur möglich, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die Regeln sind in den Fondsrichtlinien umschrieben.

Grundsätzlich muss die gesuchstellende Organisation einen Leistungsausweis über eine mehrjährige und erfolgreiche Tätigkeit erbringen. Ausnahmsweise sind Startbeiträge möglich. Dafür müssen zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Einreichen eines Gesuchs

Zum Einreichen eines Gesuchs ist in der Regel das Formular „Gesuch Allgemeine Mittel“ zu verwenden.

Dieses Formular ist auszufüllen, zu unterzeichnen und mit den notwendigen Beilagen (einschliesslich eines Beilagenverzeichnisses, vgl. Pt. 10 des Gesuchsformulars) dem Lotteriefonds im Doppel einzureichen.

Gesuche um Beiträge von mehr als Fr. 500 000 werden vom Kantonsrat entschieden. Für diese wird kein Formular zur Verfügung gestellt, da die einzelnen Beitragsgesuche aufgrund ihrer Komplexität und Unterschiedlichkeit individuell auszufertigen sind. Es sind Teil 1 und Teil 3 des Merkblattes Gesuchseingabe und Gesuchsunterlagen massgebend.

Für Gesuche, welche die Inlandhilfe (Berghilfe) und die Entwicklungszusammenarbeit betreffen, sind die entsprechenden Formulare (s. unten) zu verwenden.

Anforderungen und Zeitbedarf

Die Prüfung der Beitragsgesuche erfolgt nach einem bestimmten Ablauf und festen Kriterien. Das bedingt, dass die Gesuche einheitlich dargestellt und dokumentiert sein müssen, damit auf sie eingetreten werden kann. Aus dem standardisierten Bearbeitungsablauf ergibt sich auch der Zeitbedarf bis zum Entscheid.

Beiträge an Projekte im Ausland und im Schweizer Berggebiet

Für Beiträge an Projekte im Ausland und im Schweizer Berggebiet (Entwicklungszusammenarbeit und Inlandhilfe) sowie für Katastrophenhilfe gelten zusätzliche Regeln. Zuwendungen gehen ausschliesslich an langjährig bewährte und in der Bevölkerung breit verankerte Hilfswerke.

Der Kantonsrat hat mit Beschluss vom 12. Februar 2018 einem neuen Rahmenkredit für den Zeitraum von 2018 bis längstens 2021 zugestimmt und dabei zusätzliche Eckwerte beziehungsweise Vergabekriterien festgelegt:

  • Für die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und der Inlandhilfe stehen pro Jahr je vier Millionen Franken zur Verfügung.

In Ergänzung zu den bisherigen EZA-Vergaberichtlinien gelten ab Gesuchseingabe 2018 folgende Bestimmungen zusätzlich:

  • Projekte in EU-Mitgliedsländern werden nicht unterstützt.
  • Projekte in Ländern, welche ihre Staatsangehörigen im Grundsatz nicht rückübernehmen, unabhängig von der Existenz eines Rückübernahmeabkommens im Asylbereich mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft, werden nicht unterstützt.